Glossar

Glossar Schweizer KMU-Begriffe

60 Begriffe aus der Schweizer KMU-Praxis — von AHV über QR-Rechnung bis Werkvertrag. Jeder Eintrag erklärt einen Begriff in 2-4 Sätzen und verlinkt vertiefende Definitionen im Bereich Wissen.

Finanzen

13. Monatslohn

Schweizer Lohnzusatz — typischerweise ein zusätzlicher Monatslohn, der Ende Jahr oder in zwei Tranchen ausbezahlt wird. Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in vielen Branchen über GAV oder Einzelvertrag verpflichtend.

Bruttolohn

Vereinbarter Lohn vor Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen, Quellensteuer und allfälligen Pensionskasse-Beiträgen. Massgeblich für die Berechnung von AHV, ALV, Pensionskasse und Quellensteuer.

Nettolohn

Auszahlungsbetrag nach Abzug sämtlicher Sozialversicherungs- und Steuerbeiträge vom Bruttolohn. Bei einem typischen Schweizer Bruttolohn entspricht der Nettolohn etwa 84-88 Prozent, abhängig von Kanton, Familie und Pensionskasse.

Spesen

Effektive oder pauschale Vergütung von Auslagen, die der Mitarbeitende im Auftrag des Arbeitgebers macht (Reise, Verpflegung, Übernachtung, Werkzeug). Vom Lohn getrennt, in der Regel steuerfrei, sofern Pauschalen vom Steueramt genehmigt sind.

Spesenreglement

Vom Steueramt des Sitzkantons genehmigtes Reglement, das pauschale Spesensätze (z. B. CHF 30 Mittagessen, CHF 200 Pauschalspesen Aussendienst) verbindlich definiert. Erleichtert Lohnabrechnung und Steuerdeklaration.

Treuhand

Schweizer Berufsbezeichnung für Buchhalter, Steuerberater und Unternehmensberater in einer Person — typischer Sparringpartner Schweizer KMU. Treuhänder bereiten Jahresabschlüsse, Steuererklärungen und MwSt-Abrechnungen auf und beraten in betriebswirtschaftlichen Fragen.

Steuern

Direkte BundessteuerDBSt

Bundesweite Einkommens- und Gewinnsteuer. Für natürliche Personen progressiv bis 11.5 Prozent, für juristische Personen 8.5 Prozent vom Reingewinn (Stand 2026). Wird vom Wohn- bzw. Sitzkanton erhoben und an den Bund weitergeleitet.

MwSt

Mehrwertsteuer — Schweizer Konsumsteuer. Normalsatz 8.1 Prozent, reduzierter Satz 2.6 Prozent (Nahrungsmittel, Bücher, Medikamente), Sondersatz 3.8 Prozent für Beherbergung (Stand 2026). Anmeldepflicht ab Jahresumsatz CHF 100'000.

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Quellensteuer

Direkte Steuer, die der Arbeitgeber vom Lohn ausländischer Mitarbeitender ohne Niederlassungsbewilligung C abzieht und an den Kanton abführt. Der Tarif richtet sich nach Wohnkanton und Familienverhältnissen. Ab einem Jahreslohn von CHF 120'000 ist eine ordentliche Nachveranlagung möglich.

SaldosteuersatzSSS

Vereinfachte MwSt-Abrechnung für KMU mit Jahresumsatz bis CHF 5.024 Mio. und MwSt-Schuld bis CHF 108'000. Der Umsatz wird mit einem branchenspezifischen Pauschalsatz multipliziert; Vorsteuer ist nicht separat abzugsfähig. Reduziert den Administrationsaufwand erheblich.

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Verrechnungssteuer

35-prozentige Quellensteuer auf Schweizer Kapitalerträgen (Dividenden, Zinsen, Lotteriegewinne). Inländer können sie über die Steuererklärung zurückfordern, Ausländer nach Doppelbesteuerungsabkommen teilweise. Dient als Sicherungssteuer gegen Hinterziehung.

Sozialversicherung

AHV

Alters- und Hinterlassenenversicherung — die obligatorische Schweizer Altersvorsorge der ersten Säule. Arbeitgeber und Arbeitnehmende zahlen je rund 4.35 Prozent des Bruttolohns ein. Renten werden ab dem ordentlichen Pensionsalter ausgerichtet.

ALV

Arbeitslosenversicherung — obligatorische Schweizer Versicherung gegen Erwerbsausfall bei Stellenverlust. Beitrag 2.2 Prozent vom Lohn bis CHF 148'200, paritätisch geteilt. Über dieser Grenze entfällt der Solidaritätsbeitrag mit dem Reformpaket 2025.

EO

Erwerbsersatzordnung — entschädigt Personen während Militärdienst, Zivilschutz, Zivildienst oder Mutterschaft. Lohnabzug 0.5 Prozent paritätisch. Die Mutterschaftsentschädigung läuft 14 Wochen und ersetzt 80 Prozent des Lohns bis CHF 220 pro Tag.

FAK

Familienausgleichskasse — verwaltet Familienzulagen (Kinder- und Ausbildungszulagen) für Arbeitnehmende. Arbeitgeber zahlt einen Lohnprozent-Beitrag, der je nach Kanton zwischen 0.5 und 3 Prozent variiert. Auszahlung über die Lohnabrechnung.

IV

Invalidenversicherung — Schweizer Sozialversicherung der ersten Säule für erwerbsunfähige Personen. Lohnabzug etwa 0.7 Prozent (Hälfte vom Arbeitgeber, Hälfte vom Arbeitnehmer). Sie deckt Renten, Eingliederungsmassnahmen und Hilfsmittel.

PensionskasseBVG

Berufliche Vorsorge nach BVG — die zweite Säule des Schweizer Drei-Säulen-Systems. Obligatorisch ab Jahreslohn CHF 22'680 (Stand 2026), Beiträge gestaffelt nach Alter zwischen 7 und 18 Prozent des koordinierten Lohns. Arbeitgeber trägt mindestens die Hälfte.

UVG

Unfallversicherung gemäss Unfallversicherungsgesetz — deckt Berufs- und Nichtberufsunfälle. Berufsunfall zahlt der Arbeitgeber, Nichtberufsunfall der Arbeitnehmer. Höhe je nach SUVA- oder Privatversicherer-Tarif.

Zahlungsverkehr

BDD

Business Direct Debit — B2B-Variante des Schweizer Lastschriftverfahrens ohne Widerspruchsrecht für den Schuldner. Vorgesehen für Forderungen zwischen Unternehmen. Wird über ISO 20022 (pain.008.001.02) verarbeitet.

camt.053

ISO-20022-Tageskontoauszug, den Schweizer Banken den Geschäftskunden täglich elektronisch liefern. Wird von der Buchhaltungssoftware importiert und automatisch zugeordnet. Ersetzt die alten Formate V11 und MT940.

eBill

Schweizer digitaler Rechnungsdienst von SIX BillingHub. Rechnungssteller liefern Rechnungen direkt in das E-Banking des Empfängers, der sie mit einem Klick freigibt und bezahlt. Über 3 Mio. Privatpersonen und 100'000 Unternehmen nutzen eBill (Stand 2026).

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ESR

Einzahlungsschein mit Referenznummer (oranger Einzahlungsschein) — Schweizer Zahlungsformular mit codierter Referenz für den automatischen Abgleich. Seit 30. September 2022 abgelöst durch die QR-Rechnung mit QR-Referenz.

ISO 20022

Globaler XML-Standard für elektronische Finanznachrichten. In der Schweiz seit 30. Juni 2022 verbindlich für sämtliche Banken-Schnittstellen. Ersetzt alte Formate wie DTA und EZAG und bildet die technische Basis der QR-Rechnung.

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LSV+

Lastschriftverfahren mit Widerspruchsrecht — Schweizer Sammelinkasso-System für wiederkehrende Forderungen. Der Schuldner erteilt einen Dauerauftrag, kann jeder Belastung aber innert 30 Tagen widersprechen. Aus Banksicht über ISO 20022 (pain.008) abgewickelt.

pain.001

ISO-20022-Nachrichtentyp für Zahlungsaufträge vom Schuldner an seine Bank. Ersetzt das alte Schweizer DTA-Format. Wird von Buchhaltungs- und KMU-Software erzeugt, um Einzel- oder Sammelaufträge per E-Banking-Upload an die Bank zu senden.

QR-IBAN

Spezielle 21-stellige Schweizer IBAN mit Institut-Identifikation im Bereich 30000 bis 31999. Wird ausschliesslich für QR-Rechnungen mit QR-Referenz (27 Stellen, Modulo-10) verwendet. Wird zusätzlich zur normalen Geschäfts-IBAN bei der Bank beantragt.

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QR-Rechnung

Schweizer Standard-Rechnungsformat von SIX Group, das seit 1. Oktober 2022 die ESR und ES vollständig ersetzt. Sie enthält einen Swiss QR Code mit bis zu 30 ISO-20022-Datenfeldern für die automatische Verarbeitung. Verbindlich für alle Schweizer Rechnungssteller.

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TWINT

Schweizer mobiles Zahlungssystem, gegründet von führenden Schweizer Banken. Ermöglicht Peer-to-Peer-Transfers per Telefonnummer sowie Bezahlung beim Händler per QR-Code oder NFC. Über 5 Mio. aktive Nutzer in der Schweiz (Stand 2026).

Recht

AG

Aktiengesellschaft — Schweizer Kapitalgesellschaft mit Mindestkapital CHF 100'000, davon CHF 50'000 voll einzuzahlen. Geeignet für grössere Betriebe und Wachstumsstrategien. Anteile sind frei übertragbar; ein Verwaltungsrat führt die Geschäfte.

ArG

Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (SR 822.11) — das Schweizer Arbeitsgesetz. Regelt Höchstarbeitszeit, Ruhezeiten, Sonntags- und Nachtarbeit, Schutz von Schwangeren und Jugendlichen. Vollzug durch kantonale Arbeitsinspektorate.

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ArGV 1

Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz (SR 822.111). Konkretisiert das Arbeitsgesetz; Artikel 73 regelt die Pflicht zur Zeiterfassung. Aufbewahrungsfrist von Arbeitszeitnachweisen: fünf Jahre.

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GAV

Gesamtarbeitsvertrag — kollektiver Arbeitsvertrag zwischen Branchen-Arbeitgeberverband und Gewerkschaft. Regelt Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Ferien, Spesen und Sonderzulagen. Allgemeinverbindlich erklärte GAV gelten auch für nicht organisierte Betriebe der Branche.

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung — Schweizer Kapitalgesellschaft mit Mindestkapital CHF 20'000. Beliebte Rechtsform für KMU und Familienbetriebe. Haftung beschränkt auf das Gesellschaftskapital; Gründung in der Regel innerhalb weniger Wochen.

HandelsregisterHReg

Öffentliches Register der wirtschaftlich tätigen Rechtssubjekte in der Schweiz. Eintragungspflicht für Einzelunternehmen ab CHF 100'000 Jahresumsatz und für alle Gesellschaften (GmbH, AG, KG). Geführt von den kantonalen Handelsregisterämtern.

OR

Obligationenrecht (SR 220) — fünfter Teil des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs. Regelt Verträge, Schuldverhältnisse, Arbeitsverträge (Art. 319-362), Werkverträge und Gesellschaftsrecht. Zentrales Gesetz für KMU-Verträge.

UID

Unternehmens-Identifikationsnummer — eindeutige Identifikation aller in der Schweiz wirtschaftlich tätigen Einheiten. Format: CHE-XXX.XXX.XXX. Wird vom Bundesamt für Statistik vergeben und ist Pflichtangabe auf Rechnungen MwSt-pflichtiger Betriebe.

Werkvertrag

Vertragstyp nach Art. 363-379 OR, bei dem sich der Unternehmer zur Herstellung eines Werks gegen Entgelt verpflichtet. Klassischer Vertrag für Bauarbeiten, Sanierungen, Schreinerarbeiten. Werkmängel können während fünf Jahren gerügt werden (SIA 118: zwei Jahre).

ZGB

Schweizerisches Zivilgesetzbuch (SR 210) — das Kerngesetz des Schweizer Privatrechts. Regelt Personen-, Familien-, Erb- und Sachenrecht. Vom Bundesrat 1907 verabschiedet, gilt seit 1912.

Bauhandwerk

Abnahme

Förmliche Übergabe eines fertiggestellten Werks vom Unternehmer an den Besteller. Mit der Abnahme beginnt die zweijährige Rügefrist gemäss SIA 118 bzw. die fünfjährige nach Art. 367 OR. Werkmängel sind schriftlich zu protokollieren.

Bauhandwerker-Pfandrecht

Gesetzliches Sicherungsrecht für Bauunternehmer und Lieferanten gemäss Art. 837-841 ZGB. Erlaubt die Eintragung eines Grundpfandes auf der Liegenschaft, wenn Rechnungen nicht bezahlt werden. Eintragungsfrist: vier Monate nach Vollendung der Arbeiten.

Baumeister-GAV

Landesmantelvertrag (LMV) des Schweizerischen Baumeisterverbands mit der Gewerkschaft Unia. Regelt Lohnklassen A bis Q, Spesensätze, Überzeit, Ferien und Pensionierungsmodelle für etwa 80'000 Bauarbeiter. Allgemeinverbindlich erklärt durch den Bundesrat.

BP

Berufsprüfung — eidgenössischer Fachausweis, erste Stufe der höheren Berufsbildung nach dem EFZ. Vermittelt vertiefte Fach- und Führungsqualifikationen für die Praxis. Voraussetzung für viele Vorarbeiter- und Spezialistenfunktionen.

EFZ

Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis — Berufsabschluss nach drei- oder vierjähriger Lehre. Voraussetzung für die meisten Schweizer Handwerksberufe (Maler, Elektriker, Sanitär, Schreiner usw.). Wird mit der Lehrabschlussprüfung der Schweizerischen Berufsbildung erworben.

HFP

Höhere Fachprüfung — eidgenössische Diplomprüfung, die nach mehrjähriger Berufserfahrung abgelegt werden kann. Vermittelt Führungs- und Spezialistenkompetenzen, etwa zum Meister oder Eidg. dipl. Experten. Zweite Stufe der höheren Berufsbildung.

Rapport

Allgemeiner Begriff für Tagesrapporte oder Arbeitsrapporte aus der Baustelle. Erfasst geleistete Arbeit, beteiligte Personen, Wetter und Besonderheiten. Pflicht für Bautagebuch nach SIA-Norm und im Streitfall wichtiger Beleg.

Regie

Abrechnungsform im Bauwesen, bei der Arbeitsstunden, Material und Maschinen einzeln nach Aufwand abgerechnet werden — im Gegensatz zur Pauschal- oder Einheitspreisofferte. Üblich für Nachträge, Umbauten und schwer abschätzbare Arbeiten.

Regierapport

Dokument, das auf der Baustelle ausgefüllt wird und Arbeitsstunden, Material und Maschineneinsatz für die Regie-Abrechnung erfasst. Vom Kunden unterschrieben, dient er als Beleg für die spätere Rechnung. Heute oft als digitaler Rapport mit Touchscreen-Unterschrift.

SIA

Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein — Berufsverband mit über 17'000 Mitgliedern. Gibt verbindliche Normen heraus, darunter die SIA 118 für Bauarbeiten und die SIA 380/1 für Energieverbrauch im Gebäude. SIA-Normen sind in der Bauindustrie de-facto Standard.

SIA 118

Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten — Norm des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins. De-facto-Standard für Bauverträge in der Schweiz: regelt Werkvertragsabschluss, Abnahme, Mängel, Garantiefristen und Zahlungsmodalitäten.

suissetec

Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband — Branchenverband für Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima und Spenglerei mit über 3'500 Mitgliedsbetrieben. Bietet Berufsbildung, Lobbying und Branchennormen.

SUVA

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt — gesetzliche Unfallversicherung für Mitarbeitende in risikoreichen Branchen, darunter sämtliche Bauhandwerker. Sie reguliert auch Sicherheitsstandards auf Baustellen und führt Kontrollen durch. Sitz in Luzern.

Datenschutz

DSFA

Datenschutz-Folgenabschätzung — Pflicht nach Art. 22 revDSG bei Datenbearbeitungen mit hohem Risiko für die Persönlichkeit der betroffenen Personen. Bewertet Zweck, Datenkategorien, Risiken und Schutzmassnahmen. Vergleichbar mit der DPIA der DSGVO.

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EDÖB

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter — Aufsichtsbehörde für Datenschutz und Öffentlichkeitsprinzip auf Bundesebene. Berät Unternehmen, untersucht Beschwerden und Datenpannen. Sitz in Bern.

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revDSG

Revidiertes Bundesgesetz über den Datenschutz (SR 235.1), in Kraft seit 1. September 2023. Ersetzt das DSG von 1992 und nähert sich der EU-DSGVO an. Bussen bis CHF 250'000, persönlich gegen die verantwortliche natürliche Person gerichtet.

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SCC

Standardvertragsklauseln — vorformulierte Vertragsvorlagen für Datentransfers in Länder ohne angemessenes Datenschutzniveau (USA, China etc.). Müssen zwischen Datenexporteur und -importeur abgeschlossen und durch ein Transfer Impact Assessment ergänzt werden.

Software

API

Application Programming Interface — standardisierte Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen Softwareanwendungen. KMU nutzen APIs typischerweise zur Anbindung von Online-Shops, Lohn- oder Treuhandsystemen an ihre Hauptsoftware.

Cloud Hosting

Betrieb von Software und Daten in geografisch verteilten Rechenzentren statt auf eigener Hardware. Schweizer KMU bevorzugen oft Schweizer Cloud-Standorte zur Vereinfachung der revDSG-Compliance. Anbieter: Swisscom, Infomaniak, Hostpoint, Cloudflyer etc.

CRM

Customer Relationship Management — Software für die Verwaltung von Kundenbeziehungen, Kontakten, Aufträgen und Kommunikationshistorie. Bei modernen KMU-Lösungen Teil einer integrierten Plattform, nicht eigenständig.

ERP

Enterprise Resource Planning — integrierte Software, die zentrale Geschäftsprozesse eines Unternehmens (Finanzen, Personal, Einkauf, Lager, Produktion) in einem einheitlichen System abbildet. Für KMU sind Cloud-Lösungen mit Branchenmodulen heute die Regel.

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KMU

Kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden gemäss Definition des Bundesamts für Statistik. Sie stellen 99.7 Prozent aller Schweizer Unternehmen und beschäftigen rund zwei Drittel der Erwerbstätigen.

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Onboarding

Einrichtungsphase einer neuen Software bei einem Kunden — umfasst Konto- und Berechtigungsanlage, Datenmigration, Konfiguration und Mitarbeiter-Schulung. Bei modernen Cloud-Tools selfservice und in 1-3 Stunden abgeschlossen.

SaaS

Software as a Service — Modell, bei dem Software über die Cloud bereitgestellt und im Abonnement abgerechnet wird. Vorteile: keine Installation, automatische Updates, planbare Kosten, Nutzung über Browser oder App.

Single Sign-OnSSO

Authentifizierungsmechanismus, der einen einmaligen Login für mehrere Anwendungen ermöglicht. Beispiele: Microsoft Entra ID, Google Workspace, Okta. Bei KMU oft erst ab 10 Mitarbeitenden relevant.

Total Cost of OwnershipTCO

Gesamtkosten einer Software über die geplante Nutzungsdauer — Lizenz, Onboarding, Schulung, Wartung, Support und Anpassungen. Faire Anbietervergleiche basieren auf TCO statt Listenpreis.

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