Lagerverwaltung für Gipser — Material immer parat, ohne Überbestände
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Gips, Kalkputz, Armierungsgewebe, Eckschutz, Lehre, Spachtelmasse — ein Gipserbetrieb hält 50 bis 150 verschiedene Materialien vor. Ohne digitale Lagerverwaltung führen Mindestbestände auf Papier zu doppelten Bestellungen, Überbeständen oder — schlimmer — zu Materialmangel auf der Baustelle. Mit Finito Pro sehen Sie in Echtzeit, was im Lager und auf Baustellen ist, automatische Bestellungen bei Mindestbestand und Verbrauchsanalysen pro Projekt für genauere Kalkulationen.
Das Problem: Lagerübersicht im Kopf reicht nicht mehr
Am Montagmorgen um 06:30 steht der Polier am Lager. Wie viele Sack Maschinenputz sind noch da? Reicht das Armierungsgewebe für die Aussenfassade in Wettingen? Ist der bestellte Eckschutz schon eingetroffen? Antworten kommen aus dem Kopf — oder aus dem Lieferschein-Stapel auf dem Schreibtisch. Bei drei parallelen Baustellen kostet diese Unsicherheit jede Woche 60 bis 120 Minuten Suchzeit und führt zu Notfall-Käufen beim teureren Lieferanten oder zum Stillstand der Baustelle. Branchenerhebungen zeigen, dass Schweizer Gipserbetriebe 5 bis 15 Prozent ihrer Materialkosten durch ineffiziente Lagerführung verlieren.
Die Lösung: digitales Lager in Echtzeit
Finito Pro führt für jedes Material den aktuellen Lagerbestand, abgezogen um die in laufenden Projekten reservierten Mengen. Beim Wareneingang scannen Sie den Lieferschein (oder erfassen die Mengen manuell). Beim Auftrag-Anlegen reserviert das System automatisch das benötigte Material aufgrund der Stückliste — bevor die Lieferung an die Baustelle erfolgt, ist klar, ob alles vorhanden ist.
Bei Unterschreitung des Mindestbestands löst Finito Pro automatisch eine Bestellung beim hinterlegten Lieferanten aus. Bei den wichtigsten Schweizer Bau-Lieferanten (Sika, Knauf, MAPEI, regionalen Grosshändlern) ist eine API-Bestellung möglich. Bei kleineren Lieferanten wird die Bestellung als E-Mail-PDF automatisch versendet.
Pro Projekt sehen Sie den tatsächlichen Verbrauch im Vergleich zur Kalkulation. Wenn die Stückliste 80 Sack Maschinenputz vorgesehen hat, aber 95 verbraucht wurden, wissen Sie das vor der Schlussrechnung — und können die Mehrkosten gegebenenfalls dem Bauherrn weiterverrechnen. Die Verbrauchsanalyse über mehrere Projekte verbessert die Kalkulation für künftige Offerten.
Konkrete Vorteile für Ihren Betrieb
- Lagerübersicht in Echtzeit — kein Polier muss mehr 'kurz nachsehen'
- Automatische Bestellungen bei Mindestbestand: keine Notfall-Käufe mehr
- Verbrauchsanalyse pro Projekt verbessert die Offerten-Genauigkeit
- 5-15 Prozent weniger Materialkosten durch effiziente Bestellung
- Keine vergessenen Bestellungen mehr — auch bei Krankheit des Lagerverantwortlichen
- Inventur in 1-2 Stunden statt 1-2 Tagen pro Quartal
Schritt für Schritt: Lager einrichten
- 1
Material-Stammdaten anlegen
Stammdaten → Materialien. Erfassen Sie Ihre 30-60 wichtigsten Materialien mit Bezeichnung, Einheit (Sack, m², Stück, kg), Standardpreis und Hauptlieferanten.
- 2
Inventur einlesen
Einmalige Inventur per CSV-Import oder über die Tablet-App mit Barcode-Scanner. Pro Material erfassen Sie aktuellen Bestand und Standort.
- 3
Mindestbestände definieren
Pro Material setzen Sie Mindestbestand und gewünschte Nachbestellmenge. Beispiel: Maschinenputz 30 Sack Mindestbestand, Nachbestellung 100 Sack.
- 4
Lieferanten anbinden
Stammdaten → Lieferanten. API-Anbindung für Sika, Knauf, MAPEI; PDF-Versand für kleinere Lieferanten.
- 5
Stücklisten pro Position erfassen
Pro Position im Leistungskatalog hinterlegen Sie den typischen Materialverbrauch (z. B. '1 Sack Maschinenputz pro 6 m² Wand'). Bei Offerten wird automatisch der Materialbedarf hochgerechnet.
- 6
Wareneingang scannen
Bei jedem Lieferschein wählen Sie 'Wareneingang', scannen den Lieferschein oder erfassen manuell. Bestände werden automatisch erhöht.
- 7
Verbrauch pro Projekt buchen
Mitarbeiter erfassen mit der App den tatsächlichen Verbrauch pro Tag. Lagerbestände werden automatisch reduziert.
Praxisbeispiel
Ein Schweizer Gipserbetrieb mit 14 Mitarbeitenden aus der Region Bern
Vor Finito Pro entstanden pro Jahr etwa 22 Notfall-Käufe bei lokalen Baumärkten — durchschnittlich 35 Prozent über dem Grosshandelspreis. Zusätzlich verbuchte der Betrieb jährlich rund CHF 4'500 abgeschriebenes Material (Gips-Säcke über Verfallsdatum, beschädigte Armierungsgewebe). Nach Einführung der digitalen Lagerverwaltung mit Mindestbestand-Warnungen und Verbrauchsanalyse sanken die Materialkosten um 11 Prozent.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Barcode-Scanner?
Nein, optional. Sie können Wareneingänge auch manuell erfassen oder den Lieferschein als Foto hochladen — die OCR-Funktion liest die Mengen automatisch aus.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter den Verbrauch nicht erfasst?
Bei der Schlussabnahme erinnert die App alle Beteiligten an offene Materialerfassungen. Der Polier kann den Verbrauch nachträglich für sein Team eintragen.
Wie wird Verschnitt berücksichtigt?
Pro Position können Sie einen Verschnitt-Faktor hinterlegen (typisch 5-10 Prozent bei Gipsarbeiten). Die Stückliste rechnet automatisch mit Verschnitt.
Kann ich mehrere Lagerstandorte führen?
Ja. Beliebig viele Lager (Hauptlager, Werkstattlager, Baustellen-Container) lassen sich anlegen. Pro Material sehen Sie, wo wie viel ist.
Wie verhält sich die Inventur am Jahresende?
Die digitale Inventur dauert 1-2 Stunden statt 1-2 Tagen. Sie zählen pro Lagerstandort und scannen die Differenz ein. Finito Pro generiert den Inventur-Bericht für die Buchhaltung.