Anwendungsfall für geruestebauer

Sicherheitsinspektionen — wöchentlich SUVA-konform dokumentiert

5 Min. Lesezeit

TL;DR

SUVA fordert für jedes Gerüst während der Standzeit wöchentliche Sicherheits-Inspektionen. Bei Unfällen prüft die Strafverfolgung die Vollständigkeit der Doku. Mit Finito Pro werden Inspektionen pro Gerüst mit Foto-Doku, Checkliste und Verantwortlichem erfasst — bei Ablauf des Wochen-Intervalls automatische Erinnerung. Die ganze Doku ist rechtssicher 10 Jahre archiviert.

Das Problem: Inspektionen werden vergessen oder auf Papier verloren

Bei 50-100 parallel stehenden Gerüsten ist die wöchentliche Inspektion eine logistische Herausforderung. Wer war wann auf welchem Gerüst? Welche Punkte wurden geprüft? Bei einem Unfall (z. B. herabfallendes Teil auf Passanten) fragt die Polizei und SUVA: Wann war die letzte Inspektion? Wer hat sie durchgeführt? Wurden Mängel festgestellt? Ohne Doku ist die strafrechtliche Konsequenz für den Betrieb und den verantwortlichen Polier erheblich. SUVA-Statistiken zeigen jährlich 15-25 schwere Gerüstbau-Unfälle in der Schweiz mit Personenschaden.

Die Lösung: digitale Inspektions-Checkliste mit Erinnerung

Pro Gerüst läuft im Hintergrund ein Wochenintervall. Nach 7 Tagen erhält der zugewiesene Mitarbeitende eine Push-Benachrichtigung: 'Inspektion fällig auf Bahnhofstrasse 5'. Mit der App führt er die Inspektion durch: Standfestigkeit prüfen, Verankerungen kontrollieren, Geländer-Höhe messen, Belags-Zustand fotografieren.

Die Checkliste ist SUVA-konform vordefiniert (40 Punkte): Standfestigkeit, Verankerung, Belag, Geländer, Aufstieg, Beschilderung, Witterungs-Einflüsse. Jeder Punkt wird mit OK / Mangel / Sofortmassnahme markiert. Bei Mangel wird automatisch ein Reparatur-Auftrag erstellt.

Pro Inspektion werden Fotos archiviert, der Mitarbeitende unterschreibt am Tablet, die Inspektion ist rechtssicher gespeichert. Bei Unfall oder SUVA-Kontrolle kann die komplette Inspektions-Historie pro Gerüst exportiert werden.

Konkrete Vorteile für Ihren Betrieb

  • Wöchentliche Erinnerung — keine vergessene Inspektion
  • SUVA-konforme Checkliste vordefiniert
  • Foto-Doku pro Inspektion als Beweissicherung
  • Mängel werden direkt in Reparatur-Auftrag überführt
  • Reduziertes Haftungs-Risiko bei Unfällen
  • Versicherungs-Doku bei Sachschäden

Schritt für Schritt

  1. 1

    Inspektions-Intervall pro Gerüst definieren

    Standard wöchentlich (alle 7 Tage). Bei Sondergerüsten kann das Intervall verkürzt werden (alle 3-5 Tage).

  2. 2

    Verantwortlichen zuweisen

    Pro Gerüst wird ein Mitarbeitender als Inspektor zugewiesen. Bei Ferien wird automatisch eine Vertretung definiert.

  3. 3

    Inspektion durchführen

    Der Inspektor öffnet die App vor Ort. 40-Punkte-Checkliste erscheint. Jeder Punkt wird mit OK/Mangel/Sofortmassnahme markiert.

  4. 4

    Fotos hinzufügen

    Pro Punkt können Fotos hinzugefügt werden. Bei Mangel sind Fotos Pflicht.

  5. 5

    Bei Mangel Reparatur veranlassen

    Bei Mangel wird automatisch ein Reparatur-Auftrag erstellt und einem Reparatur-Team zugewiesen.

  6. 6

    Unterschrift und Archivierung

    Der Inspektor unterschreibt am Tablet. Die Inspektion ist rechtssicher 10 Jahre gespeichert.

Praxisbeispiel

Ein Schweizer Gerüstbau-Betrieb mit 28 Mitarbeitenden aus dem Raum Aargau

Bei einer SUVA-Kontrolle 2026 forderte der Inspektor lückenlose Inspektions-Doku für die letzten 12 Monate von 45 Gerüsten. Klassisch hätte das 2-3 Wochen Aufwand bedeutet, mit Risiko von Lücken. Mit Finito Pro war die Doku in 1 Stunde exportiert — pro Gerüst, pro Inspektion, mit Fotos und Mängel-Verlauf.

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Häufige Fragen

Sind die 40 Checkpoints anpassbar?

Ja. Pro Gerüst-Typ können Sie zusätzliche oder reduzierte Checkpoints definieren. Standard ist die SUVA-Empfehlung.

Was, wenn ein Mangel nicht sofort behoben werden kann?

Sie können einen Mangel mit 'Sofortmassnahme' markieren (z. B. Absperrung, Verbot der Nutzung). Die Reparatur erfolgt im nächsten Werkstattermin.

Wie wird der Inspektor benachrichtigt?

Per Push-Notification im Smartphone. Bei Nicht-Reaktion innerhalb von 24 Stunden wird die Geschäftsleitung informiert.

Wie lange werden die Inspektionen gespeichert?

10 Jahre. Bei laufenden Garantie-Verpflichtungen kann das auf 25 Jahre verlängert werden.

Was ist mit Inspektionen während der Wintersperre?

Bei Wintersperre (oder anderen Stillstands-Phasen) kann das Intervall pausiert werden. Bei Wiederaufnahme wird die erste Inspektion automatisch eingeplant.

Quellen

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